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Im Folgenden habe ich ein paar Zitate zusammengestellt, was bei Pollmer über Eisen"mangel"steht:
"Menschen mit erhöhtem Eisenspiegel leiden häufiger an Infektionen. Die meisten Krankheitserreger benötigen Eisen für ihr Wachstum." [Lauffer, R.B.
"Iron Balance". New York, 1991] oder [Devlin, T. M. "Textbook of Biochemistry: With Clinical Correlations." New York, 1992]
"Die Eisenmenge im Körper wird in erster Linie durch die Eisenaufnahme im Darm reguliert. Ist genug Eisen vorhanden, senkt der Körper die Aufnahme, stellt
er einen Mangel fest, steigert er sie. Der Erfolg tritt erst nach ein paar Tagen ein. Daher steigt bei überreichlichem Eisenangebot zunächst der Eisenpegel an, bis der Körper gegenreguliert. Diese Verzögerung ist
die eigentlich kritische Phase bei Eisengabe. Und zu diesem Zeitpunkt werden auch die meisten Infektionsausbrüche registriert." [z.B. Kieffer, F. "Mitt. Gebiete lebensm. Hyg." 1993, 84, S. 48.]
"Ein Zuviel an freiem Eisen begünstigt die Entstehung von Oxycholesterin, einer wesentlichen Ursache des Herzinfarkts." [Schmid, A. et al.
"Wiener Tierärztliche Monatsschrift" 1983, 70, S. 77] "Es gibt Hinweise, daß eine hohe Eisenbelastung bei der Tumorentstehung mitwirkt." [Stevens, R.G. et al. "N. Engl. Journal of
Medicin" 1988, 319, S.1047]
"Frauen haben kein Problem, durch ihre Monatsblutung Eisen loszuwerden. Männer haben für Eisen außer ständigem Schwitzen keinen aktiven
Ausscheidungsmechanismus" [Devlin T.M. siehe oben]
"Auch heute noch gibt es in Deutschland Blutarmut und Eisenstoffwechselstörungen, die einer ärztlichen Behandlung bedürfen. Aber niedrige Eisenspiegel
sollten nicht zur gedankenlosen Verabreichung von Eisenpräparaten verleiten, bevor nicht die Ursache abgeklärt ist."
Das letzte Statement ist sozusagen eine zusätzliche Bestätigung der Ärztin, wenn sie nach einiger Zeit erneut ein Blutbild machen will und bei der ersten
Diagnose des Eisenmangels eine Infektion vermutet.
"Es ist doch komisch: Wir aßen noch nie so viele eisenreiche Speisen wie heute, und doch sollen immer mehr Menschen unterversorgt sein. Im Winter gibt es
frische Blattgemüse, die reichlich Eisen enthalten. Und der wichtigste Eisenlieferant, Fleisch, kommt heute nicht zu knapp auf den Teller. Dieselben Institutionen (z.B. die Deutsche Gesellschaft für Ernährung
"Ernährungsbericht 1992", Frankfurt 1992), die uns Eisenmangel einreden wollen, beklagen sogar, daß wir zu viel Fleisch äßen."
Mein Fazit zu Eisen: Bei normaler Ernährung "weiß" der Körper
selber was er tut, Homöostase funktioniert, sonst wären wir in der Evolution schon eher ausgeschieden. Überschüssiges Eisen wird schlecht ausgeschieden, aber wenn mgl. erst gar nicht aufgenommen. Durch die
Verzögerung erhöht man durch Eisenpräparate sein Krankheitsrisiko. Stoffwechselstörungen müssen ordnungsgemäß diagnostiziert und dann auch behandelt werden. Normalerweise funktioniert die Homöostase.
zu Mineralstoffen allgemein: Zitat von S. 71 "Meiden Sie Mineralien
in Pillenform. Die hochdosierte Zufuhr einzelner Stoffe, könnte die Aufnahme anderer Mineralien blockieren, die ebenso wichtig für Ihre Gesundheit sind. Sie erreichen womöglich nur, daß Ihr Mineralstoffhaushalt ins
Ungleichgewicht kommt bis hin zu Mangelerscheinungen." [Hapke, H.J. in Wolfram, G., Kirchgeßner, M. "Spurenelement und Ernährung, Stuttgart, 1990, S. 197] und [van Beresteijn, E. in: Schlemmer, U.
"Bioavailability '93" Karlsruhe, 1993, 2, S.1]
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